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Gegenanzeigen
Thyrozol darf nicht angewendet werden bei:
- Bekannter Überempfindlichkeit gegen Thionamidderivate.
- Patienten mit Blutbildveränderungen (Granulozytopenie).
- Vor Therapiebeginn bestehender Cholestase.
- Früherer Knochenmarksschädigung nach einer Behandlung mit Thiamazol oder Carbimazol.
Thyrozol sollte nicht angewendet werden bei:
- Weniger gefährlichen früheren Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. allergische Exantheme, Prurutus).
Thyrozol sollte nur kurzfristig und unter sorgfältiger Überwachung
angewendet werden bei:
- Größeren Strumen mit Einengung der Trachea wegen der Gefahr eines Strumawachstums.
Nebenwirkungen
- Allergische Hauterscheinungen (Pruritus, Exanthem, Urticaria) wechselnder
Ausprägung treten häufig auf. Sie zeigen meist einen leichten
Verlauf und sind oft unter fortgeführter Therapie rück- bildungsfähig.
Schwere Verlaufsformen bis zur generalisierten Dermatitius wurden nur in
Einzelfällen beschrieben.
- Arzneimittelfieber tritt selten auf.
- Geschmacksstörungen (Dysgeusie, Ageusie) treten selten auf; sie
sind nach dem Absetzen rüchbildungsfähig, wobei die Normali-
sierung mehrere Wochen dauern kann.
- In etwa 0,3-0,6% der Fälle treten Agranulozytosen auf. Sie können
sich noch Wochen bis Monate nach Therapiebeginn manifestieren und zwingen
zum Absetzen des Medikamentes. Meist sind sie spon- tan rückbildungsfähig.
- Arthralgien, die sich in der Regel schleichend und noch nach mehr-
monatiger Therapiedauer entwickeln, wurden in Einzelfällen mitge-
teilt. Klinische Zeichen einer Gelenkentzündung fehlen.
- Einzelfälle von cholestatischem Ikterus oder toxischer Hepatitis
wurden beschrieben. Die Symptome bilden sich im allgemeinen nach Absetzen
des Medikamentes zurück. Klinisch inapparente Chole- stasezeichen
unter der Behandlung sind abzugrenzen von einer be- reits vor Therapiebeginn
erhöhten Aktivität der GGT im Serum, als Zeichen einer Enzyminduktion
durch die Hyperthyreose sowie einer Erhöhung der alkalischen Phosphatse
bzw. ihres Knochen - Isoen- zyms.
- In Einzelfällen wurden beschrieben: Eine generalisierte Lymphade-
nopathie, akute Speicheldrüsenschwellung, Thrombopenie, Panzyto- penie,
Neuritiden, Polyneuropathien, ein medikamentös induzierter Lupus erythematodes
sowie ein Insulin - Autoimmunsyndrom (mit starkem Abfall des Blutzuckerwertes).
- Durch Verminderung des krankhaft gesteigerten Energieverbrauchs bei
Hyperthyreose kann es zu einem (im allgemeinen erwünschten) Anstieg
des Körpergewichts unter der Behandlung mit Thiamazol kommen.
Anwendung während Schwangerschaft und Laktation:
Während der Schwangerschaft sollte Thiamazol, wenn erforderlich,
nur in der niedrigsten noch wirksamen Dosierung gegeben werden. Eine zusätzliche
Therapie mit Schilddrüsenhormonen ist kontraindiziert.
Unter Thiamazoltherapie kann gestillt werden, doch werden nur niedrige Dosen bis zu 10 mg
pro Tag empfolen (s. auch Sonstige Hinweise).
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