Novothyral
 

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln

Antidiabetika: Die blutzuckersenkende Wirkung kann durch Schilddrüsenhormone vermindert werden. Bei Diabetikern ist deshalb vor allem zu Beginn einer Schilddrüsenhormontherapie der Blutzuckerspiegel regelmäßig zu kontrollieren und die Dosierung des blutzuckersenkenden Medikaments ggf. anzupassen.

Cumarinderivate: Die Wirkung einer Therapie mit gerinnungshemmenden Stoffen kann verstärkt werden, da Schilddrüsenhormone Antikoagulantien aus ihrer Plasmaeiweißbindung verdrängen. Bei gleichzeitiger Behandlung sind deshalb regelmäßige Kontrollen der Blutgerinnung erforderlich, ggf. ist die Dosierung des gerinnungshemmenden Arzneimittels anzupassen (Dosisreduktion).

Colestyramin: Es hemmt die Resorption von Schilddrüsenhormonen und sollte deshalb erst 4 - 5 Stunden nach der Einnahme von Schilddrüsen-hormonen verabreicht werden.

Aluminiumhaltige Substanzen: Bei gleichzeitiger Anwendung von Schild-drüsenhormonen und aluminiumhaltigen Substanzen (Antazida, Sucralfat) kann die Resorption von Novothyral vermindert sein. Aluminiumhaltige Substanzen sollten daher in einem zeitlichen Abstand von mindestens 2 Stunden nach Schilddrüsenhormonen eingenommen werden. Die Novothy-raldosierung sollte durch Bestimmung des TSH-Spiegels kontrolliert wer-den.

Phenytoin: Schnelle intravenöse Gabe von Phenytoin kann zu erhöhten Plasmaspiegeln von freiem Levothyroxin sowie Liothyronin führen und in Einzelfällen die Entstehung von Herzrhythmusstörungen begünstigen.

Salicylate, Dicumarol, Furosemid, Clofibrat: Schilddrüsenhormone können durch Salicylate, Dicumarol, hohe Dosen Furosemid (250 mg), Clofibrat und andere Substanzen aus der Plasma-Eiweißbindung verdrängt werden.
 

Warnhinweise

Keine.
 

Wichtigste Inkompatibilitäten

Keine bekannt.