Sonstige Hinweise
Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit:
Eine Behandlung mit Schilddrüsenhormonen sollte insbesondere während
der Schwangerschaft und Laktation konsequent durchgeführt werden.
Eine Gefahr für den Foetus ist bisher trotz umfangreicher Anwendungen
während der Gravidität nicht bekannt geworden. Die während
der Laktation selbst bei hochdosierter Therapie mit Levothyroxin in die
Muttermilch sezernierte Schilddrüsenhormonmenge reicht zur Entwicklung
einer Hyperthyreose oder Suppression der TSH-Sekretion beim Säugling
nicht aus.
Koronarinsuffizienz, Herzinsuffizienz, tachykarde Herzrhythmusstörung:
Vor einer Schilddrüsenhormontherapie ist eine Koronarinsuffizienz
zu behandeln. Die Jodthyrox-Therapie sollte in niedriger Dosis eingeleitet
und in größeren Zeitabständen langsam gesteigert werden.
Auch eine leichtere Hyperthyreosis factitia ist bei Koronarinsuffizienz,
Herzinsuffizienz oder tachykarden Herzrhythmusstörungen unbedingt
zu vermeiden. In diesen Fällen sind häufigere Kontrollen der
Schilddrüsenhormonparameter durchzuführen.
Diabetes mellitus:
Da Schilddrüsenhormone die Glukoseresorption sowie Insulinsekretion
und empfindlichkeit beeinflussen, ist der Blutzuckerspiegel in der Initialphase
der Behandlung mit Jodthyrox regelmäßig zu kontrollieren und
bei Veränderung die Dosierung des blutzuckersenkenden Medikamentes
entsprechend anzupassen.
Hypophysen- bzw. Nebennierenrindeninsuffizienz:
Bei einer durch eine Erkrankung der Hypophyse verursachten Schilddrüsenunterfunktion
ist zu klären, ob gleichzeitig eine Nebennierenrindeninsuffizienz
vorliegt. Diese müßte ggf. vor Einleitung einer Schilddrüsenhormontherapie
behandelt werden.
Schilddrüsenautonomie:
Autonomien in der Schilddrüse sind durch eine gezielte Diagnostik
vor Beginn der Therapie mit Jodthyrox auszuschließen.
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