Wechselwirkungen mit anderen Mitteln
Jodmangel erhöht, Jodüberschuß vermindert das Ansprechen
auf die thyreostatische Therapie einer Schilddrüsenüberfunktion.Daher
sollte jede vermeidbare Jodgabe vor und während der Behandlung einer
Schilddrüsenüberfunktion unterbleiben.
Die Jodaufnahme in die Schilddrüse wird durch Perchlorat und Thiocyanat
(bei Konzentrationen über 5 mg/dl im Blut) gehemmt.
Jodaufnahme und Jodumsatz der Schilddrüse werden durch TSH stimuliert.
Höhere Dosen Kaliumjodid in Verbindung mit kaliumsparenden Diuretika
können zur Hyperkaliämie führen.
Warnhinweise
Vor der Anwendung von Jodid 500 µg ist zu prüfen, ob eine Schilddrüsenüberfunktion
oder ein Knotenkropf vorliegt bzw. aus der Vorgeschichte bekannt ist. Durch
eine gezielte Diagnostik vor Beginn der Jodidtherapie sind diffuse oder
umschriebene Autonomien in der Schilddrüse auszuschließen, da
in dieser Situation mit Tagesdosen von 150 µg Jodid und mehr eine
Hyperthyreose induziert werden kann.
Bei Schilddrüsenunterfunktion ist Jodid nicht angezeigt, ausgenommen
sind die auf einem schweren Jodmangel oder auf einer Jodfehlverwertung
beruhenden Schilddrüsenunterfunktionen.
Die Gabe von Jodid kann eine geplante Radiojodtherapie bei Schilddrüsenüberfunktion,
autonomem Knoten oder Schilddrüsenkarzinom unmöglich machen.
Bei Verdacht auf Schilddrüsenkarzinom sollten Jodgaben vermieden werden.
Wichtigste Inkompatibilitäten
Inkompatibilitäten sind bisher nicht bekannt.
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