Euthyrox
 

Sonstige Hinweise

Vor Beginn einer Schilddrüsenhormontherapie sollten folgende Krankheiten ausgeschlossen bzw. behandelt werden:
  • Koronare Insuffizienz,
  • Hypophysen- bzw. Nebennierenrindeninsuffizienz,
  • Schilddrüsenautonomie.

Bei Koronarinsuffizienz, Herzinsuffizienz oder tachykarden Herzrhythmusstörungen sind auch leichtere, medikamentös induzierte Hyperthyreosen unbedingt zu vermeiden. In diesen Fällen sind häufigere Kontrollen der Schilddrüsenhormonparameter durchzuführen (s. Ziff. 10, Dosierung mit Einzel- und Tagesangaben).

Bei sekundärer Hypothyreose muß geklärt werden, ob gleichzeitig eine Nebennierenrindeninsuffizienz vorliegt. Ist das der Fall, so muß zunächst mit Glukokortikoiden (Hydrocortison) behandelt werden.

Bei Verdacht auf Autonomie der Schilddrüse sollte ein TRH-Test oder ein Suppressionsszintigramm durchgeführt werden.

Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit:
Eine Behandlung mit Schilddrüsenhormonen sollte insbesondere während der Schwangerschaft konsequent durchgeführt werden. Eine Gefahr für den Foetus ist bisher trotz umfangreicher Anwendung während der Gravidität nicht bekannt geworden. Die während der Laktation selbst bei hochdosierter Therapie mit Levothyroxin in die Muttermilch sezernierte Schilddrüsenhormonmenge reicht zur Entwicklung einer Hyperthyreose oder Suppression der TSH-Sekretion beim Säugling nicht aus.

Kontraindiziert ist hier die Anwendung von Levothyroxin als Begleittherapie bei Behandlung einer Hyperthyreose durch Thyreostatika. Da Thyreostatika die Plazentaschranke im Gegensatz zu Levothyroxin in wirksamen Dosen passieren können, führt die Begleittherapie mit Levothyroxin zu einer notwendigerweise höheren Thyreostatikadosierung. Dies könnte eine Hyperthyreose beim Foetus hervorrufen. In der Gravidität sollte aus diesem Grunde bei Vorliegen einer Hyperthyreose stets eine niedrig dosierte Monotherapie mit thyreostatisch wirksamen Substanzen erfolgen.