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PRO 

Nr. 3/98

 

Aufklärung über Jodmangel

Das mobile Labor fährt durch Indonesien 
  

Inmitten der zur Zeit in Indonesien herrschenden wirtschaftlichen Turbulenzen und dem damit einhergehenden Rückgang der Geschäftsaktivitäten auch bei zahlreichen pharmazeutischen Unternehmen stellt das ThyroMobil-Projekt eine wesentliche Hilfe für das Land dar. Dieses Projekt wird von Merck in Zusammenarbeit mit dem International Council of Iodine Deficiency Disorders (ICCIDD) durchgeführt und vom German Pharma Health Fund (GPHF), einer Initiative der forschenden Arzneimittelhersteller in Deutschland, finanziell unterstützt.  

In Indonesien stellen Jodmangelerkrankungen ein bedeutendes Problem der Volksgesundheit dar. Deshalb will das ThyroMobil die indonesische Bevölkerung über die gesundheitlichen Gefahren des Jodmangels aufklären. Ziel des Projektes ist es, verläßliche Daten zur Jodversorgung der Bevölkerung zu gewinnen.  

Für P.T. Merck Indonesia ist es deshalb eine große Ehre, der Ausgangspunkt für die Asienreise des ThyroMobils zu sein. Der brandneue Van von Mercedes ist mit einem hochmodernen Ultraschallgerät, einem Kühlschrank, einer Untersuchungsliege sowie einer Klimaanlage ausgerüstet. Das mobile Labor zur Diagnose von Jodmangelerkrankungen zieht seit Februar diesen Jahres die Aufmerksamkeit der indonesischen Bevölkerung und insbesondere der Mediziner auf sich. P.T. Merck Indonesia möchte von diesem öffentlichen Interesse profitieren, um das Image des Unternehmens, besonders auf dem Gebiet der Originalpräparate, zu stärken. Zahlreiche Aktivitäten in der Öffentlichkeit wurden bereits durchgeführt und werden das ThyroMobil-Projekt bis zum Ende begleiten. 

Im Februar 1998 übergab P.T. Merck Indonesia das ThyroMobil an das indonesische Gesundheitsministerium. Laut Aussage des Ministeriums steht das ThyroMobil- Projekt im Einklang mit dem staatlichen Programm zur Beseitigung von Jodmangelstörungen. Die Verbreitung der Kropfbildung in Indonesien wird mit 27,7 % im Jahr 1990 als hoch eingestuft. Die Regierung will diesen Wert bis zum Jahr 2000 auf 10 % reduzieren. Die Erfassung und Auswertung der Verbreitung von Jodmangelerkrankungen wurde bisher mit Hilfe der Tastmethode durchgeführt, die oft zu ungenauen und fehlerhaften Ergebnissen führt. Aus diesem Grund ist das ThyroMobil als "goldener Standard" ein nützliches Hilfsmittel zur Überprüfung der vorherigen Studienergebnisse. 

Prof. Djokomoeljanto von der Diponegoro University in Semarang übernahm die wissenschaftliche Leitung des Projektes. Der slowakische Arzt Dr. Jan Podoba, der umfangreiche Erfahrungen während der europäischen ThyroMobil-Kampagne gesammelt hatte, schulte die Ärzte, die diese Aufgabe in Indonesien erfüllen werden. Diese Ärzte werden bei 8000 Schulkindern im Alter von 6 und 12 Jahren und zusätzlich bei 500 schwangeren Frauen Ultraschalluntersuchungen durchführen und Urin-Jodausscheidungen messen. Darüber hinaus sollen die Untersuchungen auch Ansatzpunkte für eventuell nötige therapeutische Maßnahmen liefern. Das Projekt, das von Mitte März bis Jahresende laufen soll, wird fünf der 27 Provinzen Indonesiens abdecken (West- und Zentral-Java, Yogyakarta, Bali und West-Sumatra). 

Linda Tanugraha 

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© 1998 Merck KGaA, Darmstadt, Deutschland