| Novothyral |
Novothyral 75
Novothyral mite
1 Tablette enthält
100 µg Levothyroxin-Natrium und
20 µg Liothyronin-Natrium.
Novothyral 75:
1 Tablette enthält
75 µg Levothyroxin-Natrium und
15 µg Liothyronin-Natrium.
Novothyral mite:
1 Tablette enthält
25 µg Levothyroxin-Natrium und
5 µg Liothyronin-Natrium.
Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit - s. Ziff., 14 - Sonstige Hinweise.
Die blutzuckersenkende Wirkung kann durch Schilddrüsenhormone vermindert werden. Bei Diabetikern ist deshalb vor allem zu Beginn einer Schilddrüsenhormontherapie der Blutzuckerspiegel regelmäßig zu kontrollieren und die Dosierung des blutzuckersenkenden Medikaments ggf. anzupassen.
Cumarinderivate: Die Wirkung einer Therapie mit gerinnungshemmenden Stoffen kann verstärkt werden, da Schilddrüsenhormone Antikoagulantien aus ihrer Plasmaeiweißbindung verdrängen. Bei gleichzeitiger Behandlung sind deshalb regelmäßige Kontrollen der Blutgerinnung erforderlich, ggf. ist die Dosierung des gerinnungshemmenden Arzneimittels anzupassen (Dosisreduktion).
Colestyramin: Es hemmt die Resorption von Schilddrüsenhormonen und sollte deshalb erst 4 - 5 Stunden nach der Einnahme von Schilddrüsen-hormonen verabreicht werden.
Aluminiumhaltige Substanzen: Bei gleichzeitiger Anwendung von Schild-drüsenhormonen und aluminiumhaltigen Substanzen (Antazida, Sucralfat) kann die Resorption von Novothyral vermindert sein. Aluminiumhaltige Substanzen sollten daher in einem zeitlichen Abstand von mindestens 2 Stunden nach Schilddrüsenhormonen eingenommen werden. Die Novothy-raldosierung sollte durch Bestimmung des TSH-Spiegels kontrolliert wer-den.
Phenytoin: Schnelle intravenöse Gabe von Phenytoin kann zu erhöhten Plasmaspiegeln von freiem Levothyroxin sowie Liothyronin führen und in Einzelfällen die Entstehung von Herzrhythmusstörungen begünstigen.
Salicylate, Dicumarol, Furosemid, Clofibrat: Schilddrüsenhormone können durch Salicylate, Dicumarol, hohe Dosen Furosemid (250 mg), Clofibrat und andere Substanzen aus der Plasma-Eiweißbindung verdrängt werden.
Die nachstehenden Angaben können als Richtlinien dienen:
Euthyreote Struma
Erwachsene:
1/2 - 1 Tablette Novothyral oder
1 (-2) Tabletten Novothyral 75 täglich.
Jugendliche:
1/2 - 1 Tablette Novothyral 75 täglich.
Kinder (bis ca. 35 kg KG):
1-2 Tabletten Novothyral mite täglich.
Rezidivprophylaxe nach Strumaresektion
1/2 - 1 Tablette Novothyral täglich.
Hypothyreose
Erwachsene:
Initialdosis:
1 Tablette Novothyral mite täglich. Nach 14 Tagen Erhöhung der Tagesdosis in Abständen von jeweils 2 Wochen um 1 Tablette Novothyral mite.
Erhaltungsdosis:
1/2 - 1 (- 2) Tabletten Novothyral oder
1/2 - 1 (- 2) Tabletten Novothyral 75 täglich.
Kinder:
1 - 3 Jahre:
2 Tabletten Novothyral mite täglich.
3 - 7 1/2 Jahre:
1 Tablette Novothyral 75 täglich.
7 1/2 - 12 Jahre:
1 Tablette Novothyral 75 bis
1 Tablette Novothyral täglich.
Säuglinge:
1/4 Jahr alt:
1 - 1 1/2 Tabletten Novothyral mite täglich.
1/2 Jahr alt:
1 1/2 - 2 Tabletten Novothyral mite täglich.
Die Dosierung für eine Vollsubstitution des Hormonbedarfs mit Novothyral mite im Kindesalter beträgt 4,6 Tabletten pro m2 Körperoberfläche/ Tag. Die im Einzelfall erforderliche optimale Substitutionsdosis hängt von der verbleibenden hormonalen Eigenleistung der hypothyreoten Schilddrüse ab.
Nach Thyreoidektomie wegen Schilddrüsenmalignom:
1 - 2 (- 3) Tabletten Novothyral oder
2 - 3 Tabletten Novothyral 75 täglich.
Anwendungsdauer: bei Hypothyreose und Thyreoidektomie wegen Schilddrüsenmalignom meist zeitlebens, bei euthyreoter Struma und Strumarezidivprophylaxe einige Monate oder Jahre bis zeitlebens.
Nach partieller Umwandlung von Levothyroxin in Liothyronin, besonders in Leber und Niere, und Übertritt in die Körperzellen werden die charakteristischen Schilddrüsenhormonwirkungen auf Entwicklung, Wachstum und Stoffwechsel beobachtet.
Die akute Toxizität von Schilddrüsenhormonen ist sehr gering. Anläßlich von Vergiftungsunfällen (Suizidversuche) beim Menschen wurden Dosen bis 10 mg Levothyroxin komplikationslos vertragen. Mit ernsten Komplikationen wie Bedrohung der vitalen Funktionen (Atmung und Kreislauf) muß nicht gerechnet werden, es sei denn, daß eine koronare Herzkrankheit besteht s.auch Ziff. 12, Notfallmaßnahmen, ...
b) Chronische Toxizität
Untersuchungen zur chronischen Toxizität wurden an verschiedenen Tierspezies (Ratte, Hund) durchgeführt. In hohen Dosen wurden Anzeichen einer Hepatopathie, erhöhtes Auftreten von spontanen Nephrosen sowie veränderten Organgewichten bei der Ratte gesehen. Beim Hund wurden keine wesentlichen Nebenwirkungen beobachtet. Mehrere Fälle eines plötzlichen Herztodes bei Patienten mit langjährigem Schilddrüsenhormon-Abusus sind beschrieben worden.
c) Mutagenes und tumorerzeugendes Potential
Erkenntnismaterial zum mutagenen Potential von Schilddrüsenhormonen liegt nicht vor. Es haben sich bisher keine Verdachtsmomente oder Anhaltspunkte für eine Schädigung der Nachkommenschaft durch Veränderungen des Genoms durch Schilddrüsenhormone ergeben.
Langzeituntersuchungen am Tier auf ein tumorerzeugendes Potential von Schilddrüsenhormonen wurden nicht durchgeführt.
d) Reproduktionstoxizität
Schilddrüsenhormone passieren die Plazenta nur zu einem sehr kleinen unwirksamen Anteil. Nach Injektion von kleinen Dosen (bis 24 mg) von Levothyroxin in Hühnerembryonen war die Inzidenz von Strophosomie erhöht. Beim Menschen liegen vielfältige Erfahrungen mit der Therapie mit Schilddrüsenhormonen in allen Phasen der Schwangerschaft vor: Es existieren keine Anhaltspunkte für eine toxische Einwirkung auf den Foeten oder für die Auslösung einer Mißbildung. Erkenntnismaterial über Schädigungen der männlichen oder weiblichen Fruchtbarkeit liegen nicht vor. Es existieren keinerlei Verdachtsmomente oder Anhaltspunkte.
Oral appliziertes Levothyroxin wird in deutlicher Abhängigkeit von der Art der galenischen Zubereitung bis zu maximal 80 % bei Nüchterneinnahme vorwiegend aus dem Dünndarm resorbiert. Maximale Plasmaspiegel werden ca. 6 Stunden nach der Einnahme erreicht. Der Wirkungseintritt erfolgt bei Beginn einer oralen Therapie nach 3 - 5 Tagen. Das Verteilungsvolumen errechnet sich auf 1/2 Liter/kg KG. Levothyroxin ist zu mehr als 99 % an Plasmaproteine gebunden. Die metabolische Clearance liegt bei etwa 1,2 Liter Plasma pro Tag, der Abbau erfolgt hauptsächlich in Leber, Niere, Muskel und Gehirn.
b) Liothyronin
Oral appliziertes Liothyronin wird zu 78-95 % vorwiegend aus dem Dünndarm resorbiert. Das Wirkungsmaximum nach einmaliger Gabe von Liothyronin wird nach 2-3 Tagen erreicht. Durch die im Vergleich zu Levothyroxin etwas niedrigere Plasma-Eiweißbindung erklärt sich die höhere metabolische Clearancerate von etwa 15 Liter Plasma pro Tag. Der Abbau erfolgt zum größten Teil in Leber, Niere, Muskel und Gehirn.Schilddrüsenhormone erscheinen wegen der hohen Proteinbindung nur in geringen Mengen im Hämodialysat.
Koronare Insuffizienz, Hypophysen- bzw. Nebennierenrindeninsuffizienz, Schilddrüsenautonomie.
Bei Koronarinsuffizienz, Herzinsuffizienz oder tachykarden Herzrhythmusstörungen sind auch leichtere medikamentös induzierte Hyperthyreosen unbedingt zu vermeiden. In diesen Fällen sind häufigere Kontrollen der Schilddrüsenparameter durchzuführen (siehe Dosierungsanleitung).
Bei sekundärer Hypothyreose muß geklärt werden, ob gleichzeitig eine Nebennierenrindeninsuffizienz vorliegt. Ist das der Fall, so muß zunächst mit Glucocorticoiden (Hydrocortison) behandelt werden.
Bei Verdacht auf Autonomie der Schilddrüse sollte ein TRH-Test oder ein Suppressionsszintigramm durchgeführt werden.
Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit:
Eine Behandlung mit Schilddrüsenhormonen sollte insbesondere während der Schwangerschaft konsequent durchgeführt werden. Eine Gefahr für den Foetus ist bisher trotz umfangreicher Anwendung während der Gravidität nicht bekannt geworden. Die während der Laktation selbst bei hochdosierter Therapie in die Muttermilch sezernierte Schilddrüsenhormonmenge reicht zur Entwicklung einer Hyperthyreose oder Suppression der TSH-Sekretion beim Säugling nicht aus. Kontraindiziert ist hier die Anwendung von Schilddrüsenhormonen als Begleittherapie bei Behandlung einer Hyperthyreose durch Thyreostatika. Da Thyreostatika die Plazentaschranke im Gegensatz zu Schilddrüsenhormonen in wirksamen Dosen passieren können, führt die Begleittherapie mit Schilddrüsenhormonen zu einer notwendigerweise höheren Thyreostatikadosierung. Dies könnte eine Hypothyreose beim Foetus hervorrufen. In der Gravidität sollte aus diesem Grunde bei Vorliegen einer Hyperthyreose stets eine niedrig dosierte Monotherapie mit thyreostatisch wirksamen Substanzen erfolgen.
N2 50 Tabletten
N3 100 Tabletten
Klinikpackung.
Novothyral 75:
N2 50 Tabletten
N3 100 Tabletten.
Novothyral mite:
N2 50 Tabletten.
Postfach 41 19
64271 Darmstadt 1
Telefon: (0 61 51) 72-0.